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Führung im Wandel

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Mehr Flexibilität und Transparenz sind vorrangig gefordert. Wie sich insbesondere Führungskräfte auf wichtige Veränderungen einstellen: eine Orientierungshilfe.

Karriere

Flache Hierarchien, kürzere Projektzyklen, interdisziplinäres Arbeiten, mehr Mitsprachemöglichkeit und jede Menge Freiräume: Die Digitalisierung und die Ansprüche der Generation Y verändern mit Hochdruck unsere Arbeitswelt. Damit befindet sich zugleich auch die Führungskultur in Unternehmen in einem grundlegenden Wandel. „Es wird sich ein völlig neues Verständnis von Führung in den Unternehmen etablieren müssen“, sagt Karrierecoach Svenja Hofert.

So sollten Manager jetzt ticken

Was die neuen Führungsmodelle letztlich praxistauglich macht, ist vielfältig – und hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Organisation ab. Während in der Gründerszene und in kleineren Firmen Führung auf Augenhöhe und flache Hierarchien längst selbstverständlich sind, ist es vor allem für größere Konzerne häufig noch schwer, die traditionellen Hierarchiestufen aufzubrechen, beobachtet Hofert. „Es ist nicht leicht, ein völlig neues Rollenverständnis bei etablierten Führungskräften zu vermitteln.“ Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Führungskräfte von morgen. Im Grundsatz: Sie

  • müssen bereit sein, Macht und Kontrolle abgeben zu können – und auch einmal Fehler zuzulassen.
  • bauen auf partizipative Führung, bei der möglichst alle Mitarbeiter permanent in wichtige Entscheidungen eingebunden werden.
  • führen agil und situativ.
  • verstehen sich mehr als Coach ihrer Mitarbeiter, denn als Kontrolleur und Anweiser.

Blick in die Praxis: Kontinuierlicher Dialog

Beim Technologiekonzern Siemens treibt Personalchefin Janina Kugel den Führungswandel bereits seit einigen Jahren aktiv voran. Sie bestätigt, dass Vorgesetzte vor allem lernen sollten, häufiger loszulassen. „Wir müssen raus aus dem hierarchischen Denken. Es gilt, horizontal zu denken und zu führen“, ist sie überzeugt. Nur klassisch Vorgesetzter zu sein, reiche nicht mehr aus. „Mitarbeiter erwarten einen kontinuierlichen Dialog.“ Und neue Wege der Motivation. Wertschätzung, Entscheidungsfreiräume und Eigenverantwortung spielten dabei oft eine wesentlich wichtigere Rolle als Geld oder andere materielle Anreize.